Weltraum-Hub "ESA Phi-Lab Austria" geht in die Verlängerung

Das im Jahr 2024 von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, dem Land Nieder­österreich und dem Bund gestartete "ESA Phi-Lab Austria" wird auch nach Ende der ersten Förderperiode weiter bestehen: Für die Jahre 2028 bis 2031 stehen dem "Weltraum-Hub" für Technik, die außerhalb der Atmosphäre zum Einsatz kommt, am Standort Flughafen Wien in Schwechat (NÖ) 9,6 Mio. Euro zur Verfügung, wie es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz am Rande der "Austrian Space Days" hieß.

Noch bis Donnerstag findet die erstmals abgehaltene Konferenz "Austrian Space Days" mit rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Standort des Labs wie auch der heuer zusätzlich gegründeten "Space Factory" statt. Das Veranstaltungsthema kann dabei auch für die künftige Marschrichtung gelten: Man adressiert Notwendigkeiten bei der Industrialisierung und die Stärkung des österreichischen Weltraumsektors in Europa.

Das "ESA Phi-Lab Austria" ist damals gegründet worden, um Ideen marktfähig zu machen. Über die "Space Factory" sollen verstärkt Prototypen geschaffen und auch getestet werden können. Zudem wollen wir künftig eine "Space Region Lower Austria" als Dachmarke aufbauen und darunter Standorte wie Seibersdorf, Wiener Neustadt und Schwechat mit ihren Entwicklungen besser vernetzen.

Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von NÖ (ÖVP)

Startschuss in Österreich fiel 2024

Das "ESA Phi-Lab Austria" war 2024 als erstes nationales "ESA-Weltraum-Hub" ins Leben gerufen worden - nach dem ursprünglichen, 2018 eröffneten "ESA Phi-Lab" in Italien. Für die ersten vier Jahre wurden dem österreichischen Projekt 11,2 Mio. Euro zugesprochen. Die 9,6 Mio. Euro für die Förderperiode 2028 bis 2031 verteilen sich auf 4,4 Mio. Euro, die vom Land Niederösterreich bereitgestellt werden, und 5,2 Mio. Euro, die aus der ESA und damit indirekt über das Infrastrukturministerium fließen.

Das "ESA Phi-Lab Austria" war 2024 als erstes nationales "ESA-Weltraum-Hub" ins Leben gerufen worden - nach dem ursprünglichen, 2018 eröffneten "ESA Phi-Lab" in Italien. Für die ersten vier Jahre wurden dem österreichischen Projekt 11,2 Mio. Euro zugesprochen. Die 9,6 Mio. Euro für die Förderperiode 2028 bis 2031 verteilen sich auf 4,4 Mio. Euro, die vom Land Niederösterreich bereitgestellt werden, und 5,2 Mio. Euro, die aus der ESA und damit indirekt über das Infrastrukturministerium fließen.

Weltraumtechnologie als "Wachstumsfeld"

Insgesamt zehn nationale "ESA Phi-Labs" wurden in Europa bisher aus der Taufe gehoben. Der aus Tirol stammende ESA-Direktor Josef Aschbacher sieht diese als "lebende Organismen", von denen auch durchaus noch weitere - in Abstimmung mit den Zielländern und einer sichergestellten Finanzierung - errichtet werden könnten.

Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner unterstrich die Bedeutung des Standortes am Flughafen Wien/Schwechat:

Wir sehen in der Weltraumtechnologie ein zukünftiges Wachstumsfeld. Über die Fertigstellung des Bauprojektes "Office Park 4 Next" wird künftig dann auch der "Office Park 2" zur Gänze für die Weiterentwicklung von Weltraum-Unternehmen zur Verfügung stehen.

Günther Ofner, Vorstand Flughafen-Wien