Über den NPOC Austria

Der NPOC Space Law Austria fungiert als Schnittstelle zwischen dem European Centre for Space Law (ECSL) und den am Weltraumrecht interessierten Personen in Österreich.

Er wird von Irmgard Marboe, Professorin für Völkerrecht am Institut für Europarecht, Internationales Recht und Rechtsvergleichung der Universität Wien, koordiniert und von der Universität Wien und dem österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie unterstützt.

Die Hauptaufgabe des NPOC Space Law Austria ist die Verbreitung und Förderung des Weltraumrechts in Österreich. Dies umfasst eine Vielzahl von Aktivitäten, wie z.B. Lehre und Forschung sowie die Organisation von öffentlichen Veranstaltungen. Der NPOC Space Law Austria leitet Informationen über die von ECSL organisierten Aktivitäten weiter, trifft bei Bedarf eine Vorauswahl und nominiert Teilnehmer*innen. Darüber hinaus werden Links zu Quellen und Literatur mit Bezug zum Weltraumrecht bereitgestellt.

Der NPOC Space Law Austria bezweckt die Verbreitung und Förderung des Weltraumrechts in Österreich.

Einige der wichtigsten Ziele sind:

  • Lehre und Ausbildung im Weltraumrecht zu erweitern und Studierende und junge Berufstätige zu motivieren, Weltraumrecht zu studieren und an Veranstaltungen zum Weltraumrecht teilzunehmen;
  • Bewusstsein für die Bedeutung des Weltraumrechts als dynamisches und zukunftsrelevantes Rechtsgebiet mit seinen zahlreichen Herausforderungen im Zusammenhang mit Klimawandel, Ressourcennutzung und Militarisierung des Weltraums zu stärken;
  • Europäische Zusammenarbeit im Bereich der Weltraumaktivitäten zu fördern, indem die wichtige Rolle der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Europäischen Union (EU), in der Österreich seit 1987 bzw. 1995 Mitglied ist, hervorgehoben wird;
  • Internationale Dimension des Weltraumrechts aufzuzeigen, die auf den fünf UN-Verträgen über den Weltraum basiert und jährlich bei den Sitzungen des UN-Komitees für die friedliche Nutzung des Weltraums (UNCOPUOS) in Wien diskutiert wird.

Da der rechtliche Rahmen von Aktivitäten im Weltraum sowohl technische Anforderungen, gesellschaftliche Bedürfnisse als auch geopolitische Gegebenheiten widerspiegeln muss, wird grundsätzlich ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt.

Der NPOC Space Law Austria wird von Irmgard Marboe, Professorin für Völkerrecht am Institut für Europarecht, Internationales Recht und Rechtsvergleichung der Universität Wien, koordiniert. Er wird von der Universität Wien und dem österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) unterstützt. An verschiedenen Universitäten in Österreich sind Subpoints of Contact eingerichtet, die sich für die Verfolgung der gleichen Ziele einsetzen.

Der NPOC Space Law Austria wurde im November 2008 an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien eingerichtet. Zuvor war er an der Universität Graz angesiedelt, wo er 2001 von Christian Brünner, emeritierter Professor für österreichisches Öffentliches Recht, gegründet worden war.

Österreich hat eine lange Tradition auf dem Gebiet des Weltraumrechts und -politik. Zwischen 1962 und 1996 war der Vorsitzende des UN-Komitees für die friedliche Nutzung des Weltraums (UNCOPUOS) immer ein österreichischer Diplomat. Seit 1993 halten UNCOPUOS und seine beiden Unterausschüsse, der Wissenschaftlich-Technische Unterausschuss und der Rechtsunterausschuss, ihre jährlichen Tagungen in Wien ab. Das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumangelegenheiten (UNOOSA) befindet sich ebenfalls in Wien. Darüber hinaus wurde 2002 das European Space Policy Institute (ESPI) in Kooperation von ESA und Österreich gegründet, das seinen Sitz in Wien hat.